Mentalität des Machens soll Deutschland modernisieren

  • Carsten Linnemann

CDU-Mittelstandschef Carsten Linnemann und Olav Gutting trafen Unternehmer

Mit einer Mentalität des Machens will die CDU künftig Deutschland modernisieren. Basis dafür sollen eine umfassende Staats- und Verwaltungsreform, der Abbau von Bürokratie und eine weitgehende Digitalisierung von Wirtschaft und Verwaltung sein. Diesen Plan präsentierte der Stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Bundesvorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) Carsten Linnemann vor Unternehmern in Bruchsal. Der Wahlkreisabgeordnete Olav Gutting und die Vorsitzende der MIT Karlsruhe-Land, Nicole LaCroix, hatten den Wirtschaftspolitiker zu einem Informations- und Diskussionsabend eingeladen.

Linnemann sieht aktuell die Chance zu echten Reformen, während man in den letzten zehn Jahren eigentlich immer nur über Krisen geredet habe: erst über die Finanzkrise, dann die Eurokrise, dann über die Flüchtlingskrise und seit 18 Monaten über die Corona-Krise.

„Heute haben wir Corona hoffentlich weitgehend überstanden. Viele ärgern sich über die Politik, teils zu Recht. Manches ist schlecht, vieles aber auch gut gelaufen. Die Pandemie zeigte, dass es noch Unternehmer- und Erfindergeist in unserem Land gibt: Deutsche Unternehmer haben einen wichtigen Impfstoff erfunden. Aber jeder sieht auch, dass es so nicht weitergehen kann, wenn wir feststellen müssen, dass Telefaxgeräte nicht nur in Museen stehen, sondern auch in unseren Gesundheitsämtern“, monierte Linnemann.

Regelmäßige Videokonferenzen zu organisieren habe viele Schulen überfordert und nach 18 Monaten Pandemie habe man es „nicht gebacken bekommen“, flächendeckend Luftreinigungsfilter für Klassenräume zu organisieren.

„Und was machen die Politiker auf allen Ebenen? Sie erklären sich für nicht zuständig. Eigentlich ist niemand mehr in Deutschland für irgend etwas zuständig. Und das ist im ganzen Land so!“, erklärte Linnemann mit einem selbstkritischen Blick auf die Politik. Eigentlich müsse jetzt mit Blick auf die Corona-Krise allen klar sein, dass es so nicht weitergehen könne. Diesen Moment habe es seit der Agenda 2010 nicht mehr gegeben. Damals sei klar gewesen, dass die Arbeitslosenzahlen nicht immer weiter steigen durften. Heute sei den meisten klar, dass es eine Staatsreform brauche. „Keine Klein-Klein-Reform, sondern eine, die vor nichts Halt macht“, machte der Paderborner Abgeordnete deutlich.

„Einer solchen Reform würde ich den Titel geben: Einfach mal machen lassen! Wir brauchen eine Mentalität des Machens. Wer eine Idee hat, sollte einfach mal loslaufen dürfen, ohne dass die ganzen Bedenkenträger und Bremser kommen und sagen: „Geht nicht, weil …“, forderte Carsten Linnemann unter dem Applaus der Zuhörer. Jetzt sei ein Moment gekommen, in dem sich das Zeitfenster für solche Reformen öffne.

„Wenn wir die Dinge jetzt nicht angehen, dann werden wir bei den großen Herausforderungen Staatsreform, Klima oder Migration ganz den Anschluss verlieren. Dann werden wir nichts entfesseln, nichts erneuern, nirgendwohin aufbrechen. Dann übernimmt China das Zepter, während wir in Deutschland noch darüber streiten, ob das Binnen-I oder das Gendersternchen genderneutraler ist“, stellte Linnemann fest. Jetzt komme es darauf an, eine Koalition zu bekommen, die diese Themen mit marktwirtschaftlichen Instrumenten angehe.

In der angeregten Diskussion mit Carsten Linnemann und den Unternehmern machte Olav Gutting deutlich, „dass es weltweit noch keine Krise gegeben hat, die mit neuen Belastungen von Unternehmen und Bürgern bewältigt wurde“. Nur mit Freiräumen und wirtschaftlichen Entfaltungsmöglichkeiten wurden positive Entwicklungen eingeläutet. „Daher wollen wir die One-in-Two-out-Regel einführen, wonach dann für ein neues Gesetz zwei alte Gesetze wegfallen müssen“, so Gutting.

„Wir werden daher auch künftig das Leistungsprinzip verteidigen und wehren uns gegen ein Verbotspolitik, die Unternehmen und Bürger mit Vorschriften und Bürokratie überhäuft, statt ihnen mehr eigene Gestaltungsspielräume zu eröffnen“, erklärte Olav Gutting zum Abschluss.

MIT Unternehmerdialog mit Carsten Linnemann

Dr. Carsten Linnemann, Stv. Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Bundesvorsitzender der MIT Mittelstands- und Wirtschaftsunion (Bild: Thorsten Schneider)

Die Corona-Krise hat gezeigt, dass unser föderaler Staat dank der großartigen Leistung und der gegenseitigen Unterstützung vieler Menschen funktioniert hat. Gleichzeitig hat die Krise aber auch klaren Handlungsbedarf in unserem Gemeinwesen offenbart. Jetzt braucht unsere Wirtschaft die richtigen Rahmenbedingungen. Unser Land muss einfacher, agiler, digitaler und krisenfester werden und dies möglichst schnell.

Die MIT Mittelstands- und Wirtschaftsunion Karlsruhe-Land
und
Olav Gutting, Bundestagsabgeordneter des Wahlkreises Bruchsal-Schwetzingen,

laden daher sehr herzlich ein, zum

MIT Unternehmerdialog

mit Dr. Carsten Linnemann MdB,
Stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Bundesvorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) :

am Montag, 30. August 2021, 19:30 Uhr
im SpiceMarket, Am Mantel 1, 76646 Bruchsal
Einlass: 19.00 Uhr

Aus organisatorischen Gründen bitten wir Sie um eine Anmeldung:
Unternehmerdialog mit Carsten Linnemann MdB oder via E-Mail (olav.gutting.wk02@bundestag.de) oder telefonisch (Telefon 07254/957967).

Kommunikation für den Mittelstand im Land

Der stellvertretende Kreisvorsitzende Jürgen Scheurer ist neuer Pressesprecher der MIT Baden-Württemberg

Bastian Atzger und Juergen Scheurer
Der neue Landesvorsitzende Bastian Atzger und der neue Pressesprecher Juergen Scheurer

Der neue Pressesprecher der Mittelstands- und Wirtschaftsunion Baden-Württemberg (MIT) kommt aus dem Landkreis Karlsruhe. Jürgen Scheurer wurde beim Landesmittelstandstag der MIT Baden-Württemberg in Leinfelden-Echterdingen in das Amt gewählt. Er unterstützt in dieser Aufgabe den ebenfalls neu gewählten Landesvorsitzenden Bastian Atzger.

Atzger beschwor den Mut und das Selbstbewusstsein der MIT gegenüber der Politik. Die Krise sei vor allem dann zu meistern, wenn die Betriebe frei von bürokratischen Zwängen und politischen Eingriffen handeln können. Hierzu müsse die Wirtschaft aber auch den Mut haben, ihre Anliegen in die Politik zu tragen und nicht nur dem herrschenden Zeitgeist folgen. „Es gilt die MIT zum Leuchtfeuer des Mittelstands in Baden-Württemberg zu machen. Dieses Feuer brennt sogar absolut CO2-neutral, nur aufgrund spürbarer inhaltlicher Arbeit und klarer Sprache“, so Atzger. „Ideologischer Verbotspolitik und sinnloser Preistreiberei durch neue Steuern oder staatliche Abgaben“, erteilte er eine deutliche Absage.

Die MIT Karlsruhe-Land war mit ihren drei Delegierten Nicole LaCroix, Joachim Kößler, Jürgen Scheurer beim Landesmittelstandstag der MIT Baden-Württemberg vollständig vertreten, um den neuen Landesvorstand zu wählen. Neben spannenden Reden des MIT-Bundesvorsitzenden Carsten Linnemann und baden-württembergischen CDU-Vorsitzenden Thomas Strobl gab die Präsenzveranstaltungen erstmals wieder die Gelegenheit zum politischen und persönlichen Austausch auch abseits der eigentlichen Tagesordnung.

„Für uns in der Union ist ganz klar: Nach dieser Pandemie, nach dieser schwersten Krise muss Deutschland durchstarten. Das geht nur mit wirtschaftlicher Dynamik, erfolgreichen Unternehmen und Wachstum. Das ist der Weg der Union. Freilich ist die Pandemie noch nicht überstanden und wir dürfen nicht leichtsinnig sein. Aber wir haben in Deutschland mit einer großen gemeinsamen Kraftanstrengung schon viel erreicht.“, sagte der CDU-Landeschef Thomas Strobl und betonte, wann immer es darauf ankomme, könnten sich die Menschen im Land auf die Union verlassen.

Der Bundesvorsitzende der MIT, Carsten Linnemann, richtete als Gastredner des Landesmittelstandstages den Blick auf die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Deutschland. Man könne nur dann wieder zu alter Stärke zurückfinden, wenn die Leistungsträger im Land so schnell und so weit wie möglich entlastet würden und die Möglichkeit erhielten, eigenverantwortlich zu handeln, so Linnemann. An die 250 Delegierten im Saal appellierte er, für einen Neustart in der Politik und einen neuen Geist des Aufbruchs und des Machens zu sorgen.

Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) ist mit mehr als 25.000 Mitgliedern der stärkste und einflussreichste parteipolitische Wirtschaftsverband in Deutschland. Die MIT setzt sich für die Soziale Marktwirtschaft und für mehr Unternehmergeist in der Politik ein. Die MIT Baden-Württemberg vertritt rund 2.900 Unternehmer, Selbstständige und Gewerbetreibende im Land.

MIT After Work: Bürokratieabbau

Die nächste Online-Veranstaltung MIT After Work findet am Mittwoch,12.05.2021 von 18 bis 19 Uhr mit Prof. Dr. Conny Mayer-Bonde statt. Conny Mayer Bonde ist Mitglied des Nationalen Normenkontrollrates und berichtet in ihrem Impulsreferat „Für Bürokratieabbau und eine bessere Rechtsetzung“ aus der Arbeit des Gremiums.

Das Online-Format „MIT After Work“ findet über das Videokonferenztool Zoom statt. Die Zugangsdaten für das Online-Meeting finden Interessierte auf der Internetseite der MIT Karlsruhe-Land: www.mit-karlsruhe-land.de.

Die Online-Veranstaltung steht auch Nicht-MIT-Mitgliedern offen.

Kliniksituation im Landkreis

MIT After Work mit RKH-Regionaldirektorin Susanne Stalder

MIT After Work

Das nächste Online-Format MIT After Work findet wie angekündigt am Mittwoch, 16.12.2020 von 18:00-19:00 Uhr mit Susanne Stalder, Regionaldirektorin der RKH Kliniken Karlsruhe statt.

Das Online-Format „MIT After Work“ findet über das Videokonferenztool Zoom statt. Die Zugangsdaten für das Online-Meeting finden Interessierte auf der Internetseite der MIT Karlsruhe-Land: www.mit-karlsruhe-land.de.

Die Online-Veranstaltung steht auch Nicht-MIT-Mitgliedern offen.

Mittelstand trifft Technologieregion

MIT After Work

Das nächste Online-Format MIT After Work findet wie angekündigt am Mittwoch, 09.12.2020 von 18:00-19:00 Uhr mit Jochen Ehlgötz, Geschäftsführer der Technologieregion Karlsruhe statt.

Das Online-Format „MIT After Work“ findet über das Videokonferenztool Zoom statt. Die Zugangsdaten für das Online-Meeting finden Interessierte auf der Internetseite der MIT Karlsruhe-Land: www.mit-karlsruhe-land.de. Die Online-Veranstaltung steht auch Nicht-MIT-Mitgliedern offen.

Unternehmer diskutieren bei der MIT mit Staatssekretär Schebesta

MIT After Work

Das nächste Online-Format MIT After Work findet wie angekündigt am Mittwoch, 11.11.2020 von 18:30-19:30 Uhr auf Initiative unseres Landtagskandidaten Ansgar Mayr mit Volker Schebesta, Staatssekretär im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport statt.

Das Online-Format „MIT After Work“ findet über das Videokonferenztool Zoom statt. Die Zugangsdaten für das Online-Meeting finden Interessierte auf der Internetseite der MIT Karlsruhe-Land: www.mit-karlsruhe-land.de. Die Online-Veranstaltung steht auch Nicht-MIT-Mitgliedern offen.

Unternehmer diskutieren mit Innenminister Thomas Strobl

MIT After Work

Mittelstandsunion setzt Online-Veranstaltungsreihe fort

Die Mittelstandsunion Karlsruhe-Land (MIT) führt eine Online-Diskussion mit dem baden-württembergischen Innenminister Thomas Strobl durch. Dabei treffen sich die Unternehmer nun nach der Sommerpause zum 19. Mal seit Beginn der Corona-Pandemie wöchentlich im digitalen Konferenzsaal.

Das Online-Format „MIT After Work“ findet am Mittwoch, 4. November 2020 ab 18.00 Uhr über das Videokonferenztool Zoom statt. Die Zugangsdaten für das Online-Meeting finden Interessierte auf der Internetseite der MIT Karlsruhe-Land: www.mit-karlsruhe-land.de. Die Online-Veranstaltung steht auch Nicht-MIT-Mitgliedern offen.

MIT diskutiert mit Bundesministerin Julia Klöckner

Julia Klöckner

Die Mittelstandsunion Karlsruhe-Land (MIT) führt eine Online-Diskussion mit Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner durch. Das Online-Format „MIT After Work“ findet am Mittwoch, 14. Oktober 2020 ab 18.00 Uhr über das Videokonferenztool Zoom statt. Die Online-Veranstaltung steht auch Nicht-MIT-Mitgliedern offen.

Die Zugangsdaten für das Online-Meeting finden Interessierte auf der Internetseite der MIT Karlsruhe-Land: www.mit-karlsruhe-land.de unter dem Navigationspunkt „MIT After Work“.

Mittelstandsunion hat beliebtes Online-Format etabliert

MIT After Work

Bei der Mittelstandsunion Karlsruhe-Land gaben sich Unternehmer und Politiker das Mikrofon in die Hand

Die Mittelstandsunion Karlsruhe-Land hat während der Corona-Krise mit der Videokonferenz unter dem Titel „MIT After Work“ ein beliebtes Online-Format etabliert. Bis zur Sommerpause erfreute sich das Online-Meeting mit Impuls-Referaten von Unternehmern und Politikern immer weiter steigender Beliebtheit.

Gestartet ist die Mittelstandsunion Karlsruhe-Land am 1. April mit einer ersten Corona-Online-Gesprächsrunde für betroffene Unternehmer. Inzwischen wählen sich immer mehr Unternehmer der Region und MIT-Mitglieder jeden Mittwoch über das Videokonferenztool Zoom in die „MIT After Work“-Konferenz ein.

Zum Start der Veranstaltungsreihe unterstützen die beiden Agenturen Wensauer-Sieber-Partner aus Karlsruhe und Diskurs Communication aus Waghäusel die Runden bei der Planung und mit Moderation oder Impuls-Referaten. Ziel war der Videokonferenzen war der Austausch zu aktuellen Problemen und Fragestellungen im Zusammenhang mit der Corona-Krise. Ihre Themen waren zunächst beispielsweise Förderprogramme, Unternehmenskommunikation oder Selbstmanagement.

Es folgte der Austausch mit Unternehmern, Verbänden und Spitzenpolitikern. Mit ihrem Rat standen IHK-Präsident Wolfgang Grenke sowie Andreas Reifsteck und Frank Zöller von der Kreishandwerkerschaft zur Verfügung. Auch ein interessantes Gespräch mit dem Arzt Carsten Mohrhardt zu Covid-19 gab es.

Aus der Politik waren die CDU-Spitzenkandidatin Susanne Eisenmann, Staatssekretär Thomas Bareiß, Europaminister Guido Wolf, Europapolitiker Daniel Caspary und CDU-Generalsekretär Manuel Hagel bei der MIT zu Gast. Dauergäste bei der MIT waren die Landtagsabgeordneten Joachim Kössler, Ulli Hockenberger, Christine-Neumann-Martin sowie Landtagskandidat Ansgar Mayr. Auch die Bundestagsabgeordneten Olav Gutting und Axel Fischer waren häufig bei den regelmäßigen Online-Treffen mit dabei; Die Abgeordneten informierten aktuell und umfassen über neue Entwicklungen.

„Wir erreichen mit diesem Format die Unternehmer aus dem ganzen Landkreis leichter und in größerer Zahl als bei einer Präsenzveranstaltung. Zeit ist für Unternehmer ein knappes Gut, daher ist die Anfahrt zu einer Abendveranstaltung oft ein Hemmnis für Selbstständige und Gewerbetreibende“, erklärte die MIT-Vorsitzende Nicole LaCroix.

Beim „MIT After Work“ können sich die Teilnehmer ganz unkompliziert von Zuhause, aus dem Betrieb oder von unterwegs zuschalten. Der Erfolg bestätigt das Konzept. Zwischen 20 und 60 Teilnehmer haben sich jeweils in den bisher 17 Meetings über das Tool Zoom zugeschaltet. Die MIT Karlsruhe-Land wird das Veranstaltungsformat nach der Sommerpause und wohl auch nach Ende der Corona-Pandemie fortführen.